Als Makrosmatiker oder Makrosmaten (griech. für „Großriecher“) bezeichnet man Lebewesen, bei denen der Geruchssinn eine besondere Rolle spielt. Hunde sind Makrosmaten und gehören als „Nasentiere“ zu den Lebewesen, bei denen der Geruchssinn sehr gut entwickelt ist und eine besonders große Rolle innerhalb der Sinne spielt. Lebewesen mit einem ausgeprägten Geruchssinn zeichnen sich durch eine besonders großen Anteil der Nasenschleimhaut aus, der mit einem Riechepithel überzogen ist (Riechschleimhaut, Regio olfactoria). Messungen haben ergeben, dass das Riechvermögen des Hundes etwa 1 Mio. mal besser ist als das des Menschen.

Das wichtigste „Riechorgan“ ist das Gehirn, hier werden die eintreffenden Daten verarbeitet und ausgewertet. Bei Hunden ist der Bereich des Gehirns welcher für die Verarbeitung zuständig ist walnussgroß (~ 7’000 mm², und umfasst 1/8 seines gesamten Gehirns), wesentlich grösser als beim Menschen (~ 500 mm², erbsengroß), wodurch das Wahrgenommene weiter differenziert werden kann.

Diese Spezialisierung lässt unsere Hunde nicht nur weitaus mehr Gerüche wahrnehmen, sondern sie ermöglicht beispielsweise ein „Rechts-Links-Riechen“. Das heißt: Hunde können die Richtung eines Duftes und seinen Weg erkennen, und ermöglicht ihnen so, dem Geruch in die „richtige Richtung“ – d.h. vom „Start“ zum „Ziel“ – zu folgen!

Ein geübter Hund, so sagt man, kann zwei kontaminierte Sandkörner auf einem 500 Meter langen, 50 Meter breiten und 50 Zentimeter tiefen Sandstrand wiederfinden!

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